Informationen zum Erbbaurecht

für die Bereitstellung von Bauplätzen für den privaten Wohnungsbau im Wege des Erbbaurechts.

 

Die Pfarreistiftung stellt Pfarrbesoldungsgrundstücke, die als Bauland geeignet sind und nicht für kirchliche Zwecke benötigt werden oder für spätere kirchliche Aufgaben reserviert werden müssen, im Wege des Erbbaurechts Interessenten für den privaten Wohnungsbau zur Verfügung.

 

Der Unterschied zwischen normalem Grundstücksgeschäft und Erbbaurecht

 

1. Normales Grundstücksgeschäft (ohne Erbbaurecht)

Das Bauwerk wird wesentlicher Bestandteil des Grundstücks, d.h. Grundstück und Bauwerk sind untrennbar miteinander verbunden. Der Eigentümer des Grundstücks ist automatisch auch Eigentümer des Bauwerks.  
 
2. Erbbaurecht

Der Erbbaurechtsgeber bleibt Eigentümer des Grundstücks. Das Grundstück wird im Grundbuch mit dem Erbbaurecht belastet. Das Bauwerk wird wesentlicher Bestandteil des Erbbaurechts. Der Erbbauberechtigte ist somit Eigentümer des Erbbaurechts und des Bauwerks. Für das Erbbaurecht wird ein eigenes Grundbuch angelegt. 


Durch die Bestellung des Erbbaurechts erhält der Erbbaurechtsnehmer das Recht, auf dem Grundstück ein Gebäude zu erstellen und zu haben. Der Erbbaurechtsvertrag wird in der Regel auf die Dauer von 99 Jahren abgeschlossen. Wird das Erbbaurecht nach Ablauf der Erbbaurechtsdauer nicht verlängert, geht das Gebäude gegen Zahlung von zwei Dritteln des Gebäudewerts (zum Zeitpunkt des Ablaufs) auf den Eigentümer des Grundstücks über. Das Erbbaurecht (mit dem darauf erstellten Bauwerk) ist vererblich, veräußerlich und zum Zwecke der Baufinanzierung mit Grundpfandrechten (Hypotheken und Grundschulden) belastbar.

 

Der Erbbauberechtigte hat (im Zeitpunkt der Erbbaurechtsbestellung) einen jährlichen Erbbauzins zu entrichten. Der Erbbauzins ändert sich während der Dauer des Erbbaurechts alle 5 Jahre entsprechend der Änderung der allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse. Der Erbbauzins wird durch Eintragung einer erstrangigen Reallast im Erbbaugrundbuch dinglich gesichert. Ein Rangrücktritt dieser Reallast hinter Hypotheken und Grundschulden im Rahmen der Baufinanzierung kann nicht in Aussicht gestellt werden, allerdings wird von uns eine Stillhalteerklärung (Erklärung gegenüber der Bank, dass der Erbbauzins im Falle einer Zwangsversteigerung nicht kapitalisiert wird) abgegeben.
 
Das Bauwerk soll innerhalb von zwei Jahren nach Abschluss des Erbbauvertrags erstellt werden.

Für weitere Informationen oder Fragen stehen die Mitarbeiter des Referats Immobilienwirtschaft und Pfarrgutsverwaltung gerne zur Verfügung.